Meine Story - eine Geschichte ohne Ende

Ich möchte euch gerne meine Story erzählen. Leider ist meine Story eine Geschichte ohne Ende, denn dieses ist wohl erst mit der Volljährigkeit meines Sohnes erreicht. Ebenfalls verzichte ich absichtlich auf einige Punkte, da dieses sonst den Rahmen sprengen würde und ich ein Buch draus machen könnte.

Alles begann 2011, als meine damalige Frau auf die Idee kam, dass sie einen Neuen braucht. Nach einem kurzen Streit wegen dieses Vorfalls hat sie mich und unseren weinenden Sohn alleine zurückgelassen und ist mit dem Auto weg. Darauf haben wir mehrere Tage nichts von ihr gehört und wussten auch nicht, wo sie war. Mein Sohn erkrankte zu dieser Zeit an einer Kehlkopfentzündung und da mein Auto ja mit der Kindsmutter unterwegs war, mussten wir uns vom Schwiegervater zum Arzt fahren lassen. Dabei hat er seine Tochter gesichtet und konnte sie überreden, wenigstens eine Nacht mit bei ihrem kranken Kind zu bleiben.

Wie sich herausstellte, war meine Ex dann mit dem neuen Kerl zusammen. Mein Sohn war zu dieser Zeit bei mir und seine Mutter kam auch ab und zu vorbei. Leider kam es aber auch öfter vor, dass sie ihm zwar versprach zu kommen, aber dann auf einmal “wichtigere” Sachen zu tun hatte und ich es dann meinen traurigen Sohn beibringen durfte.

Mithilfe des Jugendamts einigten wir uns bezüglich des Umgangs auf einen Wechsel des Umgangs jede Woche. Da mein Sohn zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre war und noch in den Kindergarten ging, war dieses auch gut machbar.

Ich lernte in der Zeit auch meine jetzige Partnerin kennen, die von der 1. Minute super mit meinem Sohn zurechtkam. Da ich nicht länger in der alten Ehewohnung bleiben konnte (war auch im Haus der Schwiegereltern, was aber nicht der Grund war), zog ich mit meiner Freundin zusammen in ihre Wohnung.

Da das Wechselmodel auf Dauer nicht machbar war, da mein Sohn auch in die Schule kommen sollte, musste eine Änderung her, welche nur gerichtlich mit einem Vergleich möglich war. Hier regelten wir die Wochenenden, sämtliche Feiertage und Geburtstage. Ebenso wurde eine Erziehungsberatung festgelegt.

Um jetzt mal die wichtigsten Punkte der darauffolgenden Zeit zusammenzufassen:

  • Insgesamt gab es drei Beratungsstellen, da die Kindsmutter diese immer abgebrochen hat, sobald die Beraterin erkannt hat, wer das Problem ist und sich an nichts hält.
  • Es gab zwei Vergleiche die den Umgang regeln und noch weitere, die die Schule und den Wohnort regeln.
  • Der Gesundheitszustand bezüglich der Zahnhygiene war teilweise kritisch, da die Mutter sich nicht darum kümmerte, sodass ich wieder das Jugendamt einschalten musste. Zu diesem Thema möchte ich aber zum Schutz meines Sohns nicht weiter eingehen. Soviel sei nur dazu noch gesagt, in einem Vergleich wurde geregelt, dass ich für die zahnärztliche Versorgung nun verantwortlich bin, wodurch eine Versorgung gewährleistet war.
  • Während der 2. Klasse trennte sie sich von ihrem Freund, hatte aber gleich einen neuen, zu dem sie auch schnell zog, wodurch die Schule gewechselt wurde. Diese Beziehung hielt nicht einmal bis Ende der 4 Klasse, welche er aber in der Schule beenden konnte.
  • Es folgten drei weitere Beziehungen, in welche mein Sohn gleich voll einbezogen wurde, die Kinder des Partners gleich die Geschwister waren und gleich auf Familie gemacht wurde. Mit dem Ende der Beziehung, wurden diese "Familienmitglieder" als Feindbild angesehen und meinem Sohn auch so kommuniziert.

Der Umgang funktionierte in dieser Zeit soweit ganz gut, die Beratungen nicht wirklich. 2017 hat sie dann ihren jetzigen Mann kennen gelernt. Nach wenigen Wochen zog sie zu diesem und mein Sohn sollte natürlich mit. Dadurch sollte er auch wieder mal die Schule mitten im Schuljahr wechseln. Da ich hierfür mein Einverständnis nicht geben konnte und sie ihn trotzdem ummeldete, reichte sie bei Gericht ein Verfahren ein.

Da mein Sohn solange noch die alte Schule besuchen "musste", konnte er nicht mit zur Mutter ziehen und blieb bei seinen Großeltern in der ehemaligen Ehewohnung, wo sie mit ihm vorher wohnte. Da ihr es wichtiger war bei ihrem Freund zu sein, statt beim Sohn, klammerte er sehr an seiner Mutter. Während des Verfahrens wurde eine Verfahrensbeiständin für meinen Sohn gestellt. Während des Verfahrens kam es erstmalig vor, dass mein Sohn nicht zu mir wollte, obwohl er mir gegenüber angab, nicht zum neuen Freund der Mutter zu wollen. Um vor Gericht noch besser dazustehen, hat die Kindsmutter ihren Freund nach wenigen Wochen geheiratet. Nach Gesprächen der Beiständin mit meinem Sohn musste sie feststellen, dass hier eine nicht altersgemäße Bindung vorliegt. Dadurch gab ich schweren Herzens meine Zustimmung für den Umzug. Voraussetzung war aber, dass mein Sohn zum Psychologen kommt.

Dieser Termin fand aber auch nach über einem halben Jahr nicht statt. Ebenfalls konnte durch Ausbleiben des Umgangs und der Erkrankung meines Sohnes die Mutter erreichen, dass mein Sohn auf einmal nicht mehr zu mir und seinen Geschwistern möchte. Das Jugendamt hält nur die Hände hoch und verweist aufs Familiengericht.

Tja und diesen Weg werde ich nun einmal wieder gehen müssen. Ich habe wie oben bereits geschrieben einige detaillierte Punkte ausgelassen. Diese würden zwar noch mehr zeigen, dass das Kind eigentlich nicht zur Mutter gehört, aber nicht alles gehört in die Öffentlichkeit. Für eine bessere zeitliche Zuordnung: aktueller Zeitpunkt meiner Story ist Sommer 2018.